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cnefortbildung_2016_01_Ausgabeonline

PFLEGEINTERVENTION CNE.fortbildung • 1 I 2016 3 Tab. 1 Typische EKG-Veränderungen bei einem Herzinfarkt. Stadium Merkmale EKG-Kurve kein Infarkt normale EKG-Kurve CK Troponin I Troponin T CK-MB LDH für die Diagnose erforderlich (Schofer et al. 2014: 65). Zur Sicherung der Diagnose müssen beide +aXStNUiteUien sowie eines der drei Nebenkriterien vorliegen: cne.thieme.de · Troponin-Erhöhung bei Aufnahme bzw. nach 3–6 h · ein relevanter Anstieg und/oder Abfall der Troponin-Konzentration innerhalb von 3–6 h NebenNUiteUien · klinisch: Ischämiesymptome · EKG-Veränderungen: neue ST-Strecken Veränderung, neuer Linksschenkelblock oder Entstehung pathologischer Q-Zacken (siehe auch → Tab. 1) · in bildgebenden Verfahren: neuer Verlust von vitalem Myokard, neue Wandbewegungsstörungen oder intrakoronarer Thrombus (vgl. Schofer et al. 2014: 66) 6\PStoPe · Thorakaler Schmerz: – meist sehr stark – Dauer: mindestens 30 Minuten, aber auch bis mehrere Stunden – Schmerzsymptomatik – Schmerzausstrahlung in den linken Arm (sehr häufig) – untypische Ausstrahlungen in Hals oder Kiefergelenke · Engegefühl in der Brust: – retrosternal, oftmals „schraubstockartiges“, oft mit Vernichtungscharakter beschrieben · Unspezifische Zeichen wie – akut auftretende Dyspnoe – allgemeines Schwächegefühl – Schwindel – gelegentlich auch Übelkeit und Brechreiz Brechreiz und Schwindel jedoch ohne das charakteristische retrosternale Engegefühl finden sich häufig bei älteren Menschen (Prondzinsky und Werdan 2005: 446). 5isiNoIaNtoUen Die Ursache des Herzinfarktes liegt fast immer in einer koronaren Herzkrankheit mit zugrunde liegender Arteriosklerose. Für diese Grunderkrankungen werden viele Risikofaktoren verantwortlich gemacht. Die INTERHEART-Studie von Yusuf H. et al. aus dem Jahr 2004 zeigt auf, dass neun relativ einfach zu bestimmende und grundsätzlich beeinflussbare Faktoren einen Anteil von über 90 % des Risikos für das Auftreten eines ersten Herzinfarkts ausmachen. 0 2 4 6 8 10 12 24 2 3 4 5 6 7 2 3 Stunden Tage Wochen Enzymkonzentration GOT Quelle: I care Krankheitslehre. Thieme 2015 Abb. 1 Verlauf der Enzymaktivität nach Herzinfarkt Initialstadium (nach wenigen Minuten) überhöhte T-Welle („Erstickungs-T“) Stadium I (nach wenigen Stunden) ST-Strecken-Hebung Zwischenstadium (einige Tage nach Infarktbeginn) · ST-Strecken-Hebung · T-Welle negativ Stadium II (nach wenigen Wochen) · auffällige Q-Zacke · T-Welle negativ Stadium III bzw. Endstadium (nach > sechs Monaten) · auffällige Q-Zacke · R-Zacke klein Quelle: I care. Krankheitslehre. Thieme 2015


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