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PFLEGEINTERVENTION 6 CNE.fortbildung • 1 I 2016 cne.thieme.de Foto: Studio Blnfield – Im Notfall muss es schnell gehen – Hand in Hand in der Akutsituation Dass immer weniger Menschen in Deutschland an einem Myokardinfarkt sterben, ist neben der Áächendeckenden +erzkatheter7heraSie vor allem den verbesserten Abläufen im Rettungssystem und in den Kliniken zu verdanken. Schnelles und sicheres +andeln bei brzten und 3Áegenden sowie die rasche kardiologische Intervention sind wesentlich, um in den ersten Stunden Herzmuskelgewebe retten und schwere Komplikationen vermeiden zu können. Von: Thomas Adelmann, Bernd Wühr In der Regel werden Herzinfarktpatienten telefonisch oder per IVENA eHealth-Alarmierungssystem (Internet) von der Leitstelle in einer Notaufnahme oder bestenfalls in spezialisierten Notaufnahmen, sogenannten Brustschmerz-Ambulanzen (Chest Pain Unit, CPU), angemeldet. Zertifizierte Brustschmerz-Ambulanzen erfüllen die Mindestkriterien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und garantieren so die bestmögliche Versorgung von Herzinfarktpatienten (Perings et al. 2010). Durch die standardisierte Vorabübermittlung wichtiger diagnostischer und therapeutischer Daten wird ein Zeitvorsprung für das Krankenhaus geschaffen. Durch diese Vorlaufphase können optimale Rahmenbedingungen geschaffen werden, um den Patienten schnellstmöglich für die perkutane Koronarintervention (PCI) vorzubereiten. Ein standardisierter Ablauf zur Versorgung des Akutfalls beginnt. (UstYeUsoUJXnJ 0ateUial YoUbeUeiten – Das Pflegepersonal kann alle relevanten Gerätschaften zur apparativen Überwachung und Diagnostik sowie Medikamente vorbereiten, sodass ein reibungsloser Versorgungsprozess bei Eintreffen des Patienten gesichert ist. Eine Monitoranlage zur Rhythmusüberwachung, nicht invasiver Blutdruckmessung und zur Pulsoxymetrie muss sofort einsetzbar sein. Natürlich müssen auch ein Defibrillator sowie ein Notfallwagen mit Medikamenten, Intubationsset und weiteren Notfallutensilien bereitstehen. 5asch handeln – Idealerweise wird der Infarktpatient vom aufnehmenden Arzt und zwei Pflegekräften versorgt. Hand in Hand laufen nun, um Zeit zu sparen und die Door-to-Balloon-Time (→ Abb. 1) so gering wie möglich zu halten, verschiedene Prozesse parallel ab. Der Faktor Zeit spielt eine entscheidende Rolle in der Akutversorgung. Während eine Pflegekraft den Patienten an die Monitorüberwachung anschließt, ist die andere mit dem Schreiben eines 12-Kanal-EKGs betraut. Die diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen müssen unverzüglich und simultan durchgeführt werden.


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