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cnefortbildung_2016_01_Ausgabeonline

PFLEGEINTERVENTION CNE.fortbildung • 1 I 2016 11 Hierin spiegelt sich auch eine positive Einstellung gegenüber der Zukunft wider, die sich besonders in den ersten Wochen nach Auftreten eines Herzinfarktes in den Studien zeigt. Die Patienten erfahren viele Änderungen in ihrem Leben und wie oben beschrieben Angst und Ungewissheit. Doch durch das Wissen, dass sie durch Verhaltensänderungen Einfluss auf die Krankheit haben, entwickeln sie das Gefühl, die Kontrolle über ihren Körper zum Teil zurückzuerlangen. :elche AXIJaben hat die 3ÁeJe" Die hier beschriebenen Aspekte des Lebens mit der chronischen KHK zeigen, dass den Betroffenen und auch ihren Familien eine Veränderung in ihrem Leben widerfährt, die das gewohnte Leben aufhebt. Aufgabe cne.thieme.de der Pflegenden ist es, die Betroffenen und ihre Angehörigen in dieser Situation wahrzunehmen und ihnen so zielgerichtet und reflektiert Aufklärung, Beratung und Schulung anzubieten (s. hierzu den nächsten Beitrag in dieser Lerneinheit). Die empfundene Hoffnung des Betroffenen, durch Verhaltensmodifikationen Kontrolle über den weiteren Verlauf der Erkrankung zu haben, sollte bestärkt werden. Die Pflegenden können dies unterstützen, indem sie gemeinsam mit den Patienten und deren Partnern Faktoren und Situationen identifizieren, in denen eben dieses Gefühl besonders bestärkt wird. :ie eUleben 3atienten den aNXten +eU]inIaUNt" Im Rahmen einer qualitativen Forschungsarbeit wurde das Erleben der Patienten mit einem akuten Herzinfarkt von der Ankunft des Rettungsdienstes über die Behandlung im Herzkatheterlabor bis zur Aufnahme auf die Intensivstation untersucht (Mentrup 2007). Welche Erfahrungen haben die Patienten in der Notfallsituation eines Herzinfarktes gemacht? Welche pflegerischen Interventionen lassen sich daraus ableiten? Angst vor dem Tod, Sorge um die Zukunft 6chPeU]en – In der akuten Situation eines Herzinfarktes beschreiben die Patienten verschiedenste Ausprägungen von Schmerzen. Sie verzweifeln aufgrund dieser Schmerzen und sind nicht mehr in der Lage, weiter nachzudenken. Nicht selten entwickeln sich Gedanken und Ängste in Bezug auf das Sterben. 6oUJen – Das Zeitgefühl geht den Patienten durch das schnelle Vorgehen bei der Foto: Stephan Mugrauer Abb. 1 Brustschmerz wirkt auf die Betroffenen am bedrohlichsten.


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