Page 52

cnefortbildung_2016_01_Ausgabeonline

KOMMUNIKATION 2 CNE.fortbildung • 1 I 2016 cne.thieme.de Foto: Alexander Fischer – Mitwissen, mitdenken, mitentscheiden – Motiviertes 3ÁHJHWHam gesucht Eine fachgerechte, qualitativ hochwertige Versorgung kranker Menschen setzt die Motivation jedes einzelnen Mitarbeiters voraus. Kommen Gemeinschaftsgefühl und gute Teamarbeit hinzu, ist der Erfolg vorprogrammiert. Von: Helga Kirchner strategisch orientierte Weiterbildungspolitik betrieben werden, die eine hohe Selbstmotivation einschließt. Im Leitbild der Kliniken müssen hierzu klare Aussagen gemacht werden. So nicht! Ein ineffizient arbeitendes Pflegeteam ·ze ichnet sich aus durch: geringe Bezahlung · unzureichende Fort- und Weiterbildungsangebote · niedrige Mitarbeiterbindung Folgen sind geringe Motivation, ineffizientes Arbeiten verbunden mit weniger Leistung und somit auch eine niedrigere Servicequalität für die Patienten. Das Mitarbeiterteam ist insgesamt unzufrieden und die Fluktuation ist relativ hoch. Dies wirkt sich natürlich auch auf die Betreuungsqualität in der Klinik aus. Mitarbeiter, die wenig Schulung, Unterstützung und Motivation erfahren, sind demotiviert und gehen als Fachkräfte oft in andere Gesundheitsbereiche (Kirchner 1998). Ein schlecht bezahltes Personal, welches nur selten die Möglichkeit für Fort- und Weiterbildungsaktivitäten erhält, kostet die Organisation zunächst einmal wenig. Der Planungsaufwand für die Schulungen entfällt, Mitarbeiter müssen nicht freigestellt werden, die Personalkosten können auf den ersten Blick gering gehalten werden. Jedoch ist dies recht kurzfristig gedacht. Langfristig sinkt die Arbeitsleistung der Einzelnen. Sie sind eher unzufrieden mit ihrer Tätigkeit, fühlen sich ausgenutzt und nicht ernst genommen. Das, was die Mitarbeiter bedrückt, wird häufig ausschließlich in Gesprächen mit den Kollegen reflektiert. Aussagen wie: „Hier hat man keine Ruhe, eine Arbeit vernünftig zu Ende zu führen!“ oder „Wenn bei diesem Druck Fehler entstehen, sind die da ‚oben‘ selber schuld!“ sind dann an der Tagesordnung. Die Verantwortung für das eigene Handeln wird nicht mehr mit der Tätigkeit in Verbindung gebracht. Die resignativen Erfahrungen, wie „Hier kann man ja doch nichts verändern“ führen zu ineffizienten Arbeitsabläufen, geringer Motivation bei den Mitarbeitern vor Ort und damit zu einer schlechten Service- Der Wettbewerb zwischen den Kliniken ist härter geworden. Es wird immer deutlicher, dass ein erfolgreiches Personalmanagement auch über die Leistungsfähigkeit und die Dienstleistungsqualität einer Klinik mitentscheidet (Eversheim 1997). Die Auswahl von Mitarbeitern sowie deren Schulung und Weiterbildung sind wesentliche Erfolgsfaktoren für die Zukunft der Unternehmen im Gesundheitswesen. Um den zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden, sind motivierte Mitarbeiter nötig. Diese sollen sich als Mitunternehmer begreifen, Eigeninitiative haben und mehr agieren statt reagieren. Um diese Ziele zu erreichen, muss eine


cnefortbildung_2016_01_Ausgabeonline
To see the actual publication please follow the link above