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cnefortbildung_2016_01_Ausgabeonline

KOMMUNIKATION 4 CNE.fortbildung • 1 I 2016 cne.thieme.de weil die Kollegen sich mit ihren Stärken gegenseitig ergänzen (→ Abb. 1). Dies ist ein wesentlicher Faktor für die Arbeitszufriedenheit, für die Weiterentwicklung der Persönlichkeit des Einzelnen und damit auch für die Qualität der Betreuung pflegebedürftiger Menschen. Umorganisieren und entwickeln Führungskräfte können eine Vielzahl von Methoden und Techniken einsetzen, mit denen sie ihre Teams formen und entwickeln können. Sie müssen lernen, sich dieser Instrumentarien zu bedienen. Darüber hinaus sollte im Personalentwicklungskonzept festgelegt sein, wie die Mitarbeiter durch Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen kontinuierlich geschult werden können. So trägt das Unternehmen durch Maßnahmen wie Fortbildung zu basaler Stimulation und Lagerung sowie durch Supervision, Teamgespräche, Beratungs- und Fördergespräche, Coachings zur Weiterentwicklung des Mitarbeiters bei. Die Teamentwicklung in der Klinik gelingt dann, wenn Fairness und Respekt für die Aufgaben der Mitarbeiter zu beobachten ist. Viele Vorgesetzte benutzen den Begriff Team, meinen jedoch damit eher eine Gruppe von Mitarbeitern, die das tun sollen, was sie selber für richtig halten. Wenn dieses „Mitarbeiterteam“ dann erfolgreich ist, schreiben sie es ihrem Führungsstil zu. Hat es Misserfolg, so liegt es in der Regel an den Mitarbeitern, weil diese die Dinge nicht richtig umgesetzt haben, die sie für richtig halten. Wir sind ein Team Das Ziel, ein tolles Team zu entwickeln, bedeutet, Leistungsbereitschaft zu zeigen. Ein ·m otiviertes Team zeichnet sich aus durch: Anerkennung von Leistungen · Verbesserung der Zusammenarbeit · Entwickeln von Fähigkeiten · Stärkung des Selbstbewusstseins · Fehler als Herausforderung betrachten · wenig Personalfluktuation · große Arbeitszufriedenheit · Freude und Spaß an der Tätigkeit · Vertrauen in das Team · gemeinsame Aktivitäten außerhalb der Klinik · gemeinsame Gespräche auch über Tabus Daher ist es sehr wichtig, eine Teamkultur zu entwickeln. So kann mit Freude, Humor und Respekt das Miteinander positiv gestaltet werden. █ Tab. 1 Teamrollen und deren bevorzugte Arbeits funktionen. Typ Rollen Arbeitsfunktionen 1 Begeisterer neue Ideen und Ansätze anstoßen 2 Entwickler Anwendbarkeit prüfen 3 Organisierer Theorie-Praxis-Transfer 4 Durchführer Standards erarbeiten 5 Kontrolleur auf Richtigkeit prüfen 6 Stabilisierer Regeln einhalten 7 Berater informieren und beraten 8 Entdecker Experimentieren Quelle: nach Margerison u. McCann et al. o. J. morgen beraten gestern umsetzen Koordinator 1 8 7 6 5 4 3 2 Abb. 1 Teamrollen und bevorzugte Arbeitsfunktionen im Arbeitsprozess Quelle: Margerison u. McCann et al. (o. J.) Infoservice Autorin Dr. phil. Helga Kirchner, Dipl.-Pädagogin und Lehrerin für Sozialwissenschaft, Lehrbeauftragte für den Studiengang der Ärzte mit dem Abschluss MHM, HMA, HNM an der Fachhochschule Hannover und Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Riedlingen für Controlling und Qualitätsmanagement (EFQM-Assessor) in sozialen Einrichtungen, Lehrbeauftragte an der KFH NW Köln „Studiengang Krankenhausmanagement für Fachärzte“ und Lehrbeauftragte an der Hochschule Rhein Waal, Fachgebiet Arbeits- und Organisationspsychologie. Literatur Eversheim WH. Qualitätsmanagement für Dienstleister. Berlin, Heidelberg: Springer; 1997 Gay F. Das DISG Pers|nlichkeitsprofil – Persönliche Stärke ist kein Zufall. Remchingen: GABAL; 2007 Kirchner H. Gespräche im Pflegeteam. Mit Beispielen aus der Führungspraxis. Stuttgart: Georg Thieme Verlag; 1998 Margerison C, McCann D. Team Management System – Einführung. Steinmaur (CH). Time/system Verlag; o. J. Margerison C, McCann D. Team Design in Theorie und Praxis. Steinmaur, MCB-Time/ system Verlag; o. J. Rudolph U. Motivationspsychologie. Weinheim: Beltz Verlag; 2009 Seiwert LJ, Friebert G. Das 1×1 der Persönlichkeit. Remchingen: Eigenverlag; 2006 Mehr in CNE Motivation durch Humor: Im aktuellen CNE.magazin lesen Sie, wie der Fachkrankenpfleger und Trainer Mathias Prehm in seinen Seminaren vermittelt, wie mit Humor Stress- und Konfliktsituationen zu lösen sind.


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