Page 62

cnefortbildung_2016_01_Ausgabeonline

KOMMUNIKATION Ziel bekannt machen Quelle: Kirchner H () *espräche im PÁegeteam. Stuttgart; Thieme: 159 12 CNE.fortbildung • 1 I 2016 cne.thieme.de cen der Mitarbeiter in den Arbeitsprozess integriert. Hier sind die positive Zuwendung und das Verstehen der Kollegen sehr wichtig. Die Mitarbeiter erwarten bei intensivem Einsatz Anerkennung und positive Zuwendung. Daher ist es wichtig, Wertschätzung und Anerkennung zu zeigen. Erklären Motive kennen Jedes Verhalten wird durch Motive gesteuert, die bewusst und unbewusst wirksam sein können. Verhaltensweisen zielen in erster Linie darauf ab, Bedürfnisse zu befriedigen. Daher ist es für eine effektive Kommunikation notwendig, die Motive, nach denen Personen handeln, zu verstehen. Ein Motivationsgespräch sollte daher die unbewussten Motive nutzen, um unangebrachte Reaktionen zu verändern und durch neue Verhaltensweisen zu ersetzen. Im Motivationsgespräch geht es meist darum, dass ein bestimmtes Verhalten als erwünscht angesehen wird und dieses auf eine spezifische Situation übertragen werden soll. Gute Leistung als Erfolgserlebnis – Ein zentrales Motiv im Arbeitsprozess ist das Leistungsmotiv. Eine andere Motivationstheorie stellt die gute Leistung, die als Erfolgserlebnis erfahren wird, in den Vordergrund ihrer Betrachtungen (Erfolgs Wahrscheinlichkeits-Überlegungen nach Vroom). Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Entwicklungsmöglichkeiten geschaffen werden, die eine Selbstbestätigung ermöglichen (zugrunde liegende Motive wie Anerkennung der Leistung oder Wertschätzung der Person). So können durch Formen der kommunikativen Beteiligung Erfolgserlebnisse produziert werden, die durch die Einbeziehung der Betroffenen möglich werden (Mitwissen, Mitdenken und Mitentscheiden). Veränderungen werden eher akzeptiert, wenn man an ihnen mitwirken kann. Durch Mitwissen (Vor- und Nachteile bestimmter Problemlösungen) werden angemessene Lösungen angestrebt, die auf eine breite Zustimmung stoßen. Die Entscheidung für eine Maßnahme eröffnet so auch Raum, die eigene Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Leistung wird dann als Erfolgserlebnis bewusst wahrgenommen, wenn eine Selbstbestätigung erfolgt, die die zugrunde liegenden Motive berücksichtigt. Motivationstypen einschätzen Um die Persönlichkeit der Mitarbeiter besser zu verstehen, bietet es sich an, die einzelnen Motivationstypen zu kennen. Beispiel: Ein Kollege möchte, dass seine Leistungen anerkannt werden. Er ist sehr leistungsorientiert, da er bereits in früher Kindheit gelernt hat: „Wenn ich das tue, was meine Eltern möchten, dann haben sie mich lieb.“ Aus diesem einfachen Grund- Veränderungen, die unvorbereitet eintreten, ergeben Schwierigkeiten, deshalb früh- und rechtzeitig Informationen an alle betroffenen Mitarbeiter Durch Mitwissen erwacht Vertrauen Veränderungen, die unklar sind und zu Befürchtungen Anlass geben, erzeugen Widerstand, deshalb Vorteile erläutern und diskutieren, sowohl für die Station als auch für den einzelnen Mitarbeiter Durch Mitsprache entwickelt sich Sicherheit Beteiligen Veränderungen, an deren Planung und Durchführung man mitwirken konnte (z. B. Arbeitsgruppe), werden als eigene Sache angesehen; Meinungen, Einwände, Hinweise und Vorschläge zulassen und berücksichtigen Durch Mitwirken wächst Mitverantwortung Begründen Veränderungen, die als willkürlich erscheinen, werden abgelehnt; Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit der Maßnahme soll aufgezeigt werden Durch Mitdenken entsteht Bejahung Abb. 1 Wichtige Aspekte des Motivationsgesprächs Tab. 1 Arbeitszufriedenheit – Unterschiede zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten Das halten Mitarbeiter für wichtig für ihre Tätigkeit: Das glauben Führungskräfte, sei ihren Mitarbeitern wichtig: 1 Anerkennung für gut geleistete Arbeit 1 gutes Einkommen 2 genaue Kenntnis des Produktes und der Firmenzielsetzung 2 gesicherter Arbeitsplatz 3 Eingehen auf private Sorgen 3 Wohlergehen der Firma 4 gesicherter Arbeitsplatz 4 gute Arbeitsbedingungen 5 gutes Einkommen 5 interessante Arbeit 6 interessante Arbeit 6 Loyalität zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber 7 Wohlergehen der Firma 7 Höflichkeit der Führungskräfte 8 Loyalität zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber 8 Anerkennung für gut geleistete Arbeit 9 gute Arbeitsbedingungen 9 Eingehen auf private Sorgen 10 H|flichkeit der Führungskräfte 10 genaue Kenntnisse des Produktes und der Firmenzielsetzung Quelle: Gesellschaft für betriebliche Weiterbildung, Berlin


cnefortbildung_2016_01_Ausgabeonline
To see the actual publication please follow the link above