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KOMMUNIKATION 16 CNE.fortbildung • 1 I 2016 cne.thieme.de » Selbstmanagement ist die Fähigkeit, eigene Belange überschauen, planen und organisieren zu können. (:ied 2 ) Selbstmanagement bedeutet in diesem Sinne, sich über die Vor- und Nachteile einer Veränderung Gedanken zu machen. Unter Selbstmanagement versteht König „[…] alle Bemühungen einer Person, das eigene Verhalten zielgerichtet zu beeinflussen“ (König 2006: 332). Selbstmanagement kann aufgebaut wer- ·d en, wenn … man sich selbst motivieren kann, · man das eigene Verhalten kontrolliert und · so das Erreichen von Leistungsstandards für sich positiv belegt. Selbstmanagement kann jeder lernen. Durch Training und Lernprozesse kann jeder seine Selbstmanagementfähigkeiten verbessern. Lernen, was wichtig ist Ob Sie Ihre Selbstmanagementfähigkeiten ausbauen müssen, können Sie selbst testen. Kommen Ihnen diese Dinge bekannt vor (Blickle 2011: 288)? · Ich schiebe Aufgaben oft vor mir her. · Aufgaben und Tätigkeiten plane ich fast nie. · Ich traue mich nicht, „nein“ zu sagen. · Oft werde ich während meiner Arbeit abgelenkt (Telefon, Patienten, Ärzte). · Ich delegiere viel zu wenig. · Mein Arbeitsplatz ist nicht aufgeräumt. · Ich mache kaum Pausen. · Ich sollte besser Prioritäten setzen, auch sind meine Ziele oft unerreichbar. · Oft weiß ich nicht, wo die Zeit geblieben ist. So ein Tag ist weg wie nichts. · Manche Aufgaben kosten mich zu viel Zeit, ich weiß nicht, wie ich mich besser organisieren kann. · Manche Aufgaben würde ich lieber am Vormittag erledigen, dann bin ich konzentrierter. · Häufig vergesse ich Termine und Aufgaben. Selbstmanagement hilft dabei, das eigene Anspruchsdenken zu kontrollieren und durch Effizienz mehr Arbeitszufriedenheit zu erreichen. Effizienter arbeiten – In sog. Selbstmanagementtrainings können Mitarbeiter beispielsweise dazu befähigt werden, ihre persönlichen Fehlzeiten zu reduzieren, ihre Fehlerquote zu senken oder die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern. Dazu müssen zunächst günstige Ausgangsbedingungen geschaffen werden, z. B.: · Erledigen Sie Aufgaben sofort! · Beobachten Sie sich selbst und analysieren Sie sich! Was motiviert Sie? · Setzen Sie sich Ziele! · Stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein! · Bitten Sie Kollegen um Rückmeldung. Wie nehmen diese die Veränderungen wahr? Droht ein Rückfall in alte Muster? Im Rahmen des Selbstmanagements ist es wichtig, dass die eigene Leistungsfähigkeit durch Motivation, Anerkennung, Bestätigung durch Kollegen, aber auch durch Kritik gefördert wird. So kann eine Lerngruppe für Führungskräfte dabei helfen, positive und negative Rückmeldungen zu geben, um diese dann zu analysieren und damit neue Impulse zu Selbstmotivation zu schaffen. Hierzu gehört auch, dass man sich Lerngewohnheiten schafft, wie z. B. eine Tasse Tee auf den Schreibtisch stellen und jegliche Ablenkung durch Zeitschriften, Rechnungen usw. vermeidet. Im Rahmen von Coaching kann man diese Kernkompetenzen erlernen, wie z. B. die Fähigkeit der Selbstreflexion, Vertrauen aufbauen, transparenten Führungsstil pflegen und ehrlich sein zu sich selbst. Bei der Übernahme neuer Aufgaben ist es sehr hilfreich, wenn ein neutraler Dritter problematische Situationen mit einem Coach besprechen kann. █ Infoservice Literatur Nerdinger F, Blickle G, Schaper N. Arbeits- und Organisationspsychologie. Heidelberg: Springer; 2011 König CJK. Selbstmanagement. In: Schuler H, Hrsg. Lehrbuch der Personalpsychologie. Göttingen: Hogrefe; 2006 Wied S, Warmbrunn A. Pschyrembel. Berlin: Walter de Gruyter; 2007 Mehr in CNE.online In der Lerneinheit „Stationsorganisation und Selbstmanagement“ erfahren Sie, welche Instrumente hilfreich sind, seine Zeit besser einzuteilen. Sie finden diese auf: cne.thieme.de


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